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Auszüge

aus der ..Horber Chronik" des Jahres 1867


Nr.16 vom
6.Februar 1867

Am 15.Februar des Jahres tritt auf der Eisenbahnstation Mühlen a.N. eine Postexpedition ins Leben,deren Bestellbezirk die Gemeinden Mühlen a.N. mit der Parzelle Egelstal und Ahldorf umfaßt.

Vom gleichen Tag an werden die Gemeinden Weitingen (mit Weitinger Mühle) und Rohrdorf dem Bestellbezirk der Postexpedition Eyach und die Gemeinden Wiesenstetten und Dommelsberg der Postexpedition Mührinngen zugeteilt.

Nr.49 vom 24.April 1867 Seite 194

Vom 1 .Mai des Jahres an sind die zweimal täglichen Landpostbotengänge zwischen Nordstetten und Horb wie folgt auszuführen;

Gang 1
Abgang aus Nordstetten um 6 Uhr morgens
Ankunft in Horb um 6,30 Uhr morgens
Abgang aus Horb um 7,15 Uhr morgens
Ankunft in Nordstetten um 8,00 Uhr morgens

Gang 2: 
Abgang aus Nordstetten um 2,00 Uhr nachmittags
Ankunft in Horb um 2,30 Uhr nachmittags
Abgang in Horb um 3,00 Uhr nachmittags
Ankunft in Nordstetten um 3,45 Uhr nachmittags

Nr.93 vom 7.Aupust 1867 Seite 371

Die Stelle eines Bahnhofverwalters 2.Klasse und Postexpeditors in Horb wurde dem
Stationsverweser Postamtsassistenten Plag in Schussenried übertragen.

Nr.96 vom 14.Aupust 1867 Seite 383

Amtliche Nachrichten:

Seine Königliche Majestät haben den Postverwalter Wetzel in Horb wegen Entbehrlichkeit seiner Dienstleistung gnädigst quiscirt.

Horb Bekanntmachung in Postsachen:

Vom 15. des Monats an findet die Annahme von Postgegenständen ausschließlich auf dem Bahnhof-Postbureau statt. Königliches Postamt

Nr.98 vom 18.Aupust 1867 Seite 301

Daß man die Briefe und Poststücke seit einigen Tagen auf den Bahnhof tragen muß, ist eine Arbeit,die man dem Publikum wohl hätte ersparen können. Wie man hört, soll dieser Calamität in den nächsten Tagen durch Aufstellen von drei Bnefladen abgeholfen werden, wovon die erste auf dem Marktplatz,die zweite in der Thalstraße und die dritte in der Neckarstraße angebracht werden soll.

Nr.100 vom 23.Aupust 1867 Seite 400

Die Verlegung der Post in den Bahnhof macht es begreiflich ‚daß die Ablieferung von Briefen jetzt etwas später als seither erfolgt. Die Entfernung des Bahnhofs von der Stadt beträgt indeß nicht soviel, daß z.B. ein Brief, der am Abend des einen Tags hier ankommt, erst am Abend des anderen Tages ausgegeben werden kann. Der Mensch ist allerdings kein Eilwagen, diese Binsenwahrheit kennen wir wohI: er ist aber auch kein Schneckenhaus.


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